manu factum 2019

Der traditionsreiche Wettbewerb, den die Landesregierung alle zwei Jahre ausschreibt, gehört mit insgesamt 60.000 Euro zu den höchst dotierten Kunstpreisen seiner Art in Deutschland. Handwerk, Design und Angewandte Kunst auf höchstem Niveau werden in einer Übersichtsschau einem breiten Publikum präsentiert. Die Landesausstellung ist die Grundlage für Auswahl und Auszeichnung herausragender Leistungen in diesen Bereichen. Handwerkliche Präzision und innovative Gestaltung sind dabei ebenso gefragt wie der experimentelle Umgang mit dem Material. Der Preis wird in den Themenbereichen Möbel, Skulpturen, Schmuck, Kleidung&Textil, Medien und Wohnen verliehen. 

 

5 Mitglieder der Ak-Münster haben es in die Ausstellung geschafft

Maria Wieding-Kalz

Detlef Kunen - Skulptur "Paar"

Ulrike Hahne - Ringserie "Linea"

Maria Pohlkemper

und Matthias Grosche


Wir begrüßen ein neues Mitglied - Birgit Käufer mit ihrem Modelabel käufer (d) sein

Birgit Käufer:  Abgeleitet von meinem Hausnamen „Käufer“ steht käufer (d) sein zum einen für ausgefallenes, aufwendiges und dennoch alltagstaugliches Design. Zum anderen steht käufer (d) sein für bewusstes und nachhaltiges Kaufverhalten, denn die Stücke werden ausschließlich aus recycelten Stoffen hergestellt.

 

Für Privatkundinnen werden die Entwürfe, ganz im Sinne der Nachhaltigkeit, erst nach einer Bestellung produziert. Das jeweilige Modell wird an die individuellen Maße angepasst: Endlich Kleidungsstücke, die perfekt sitzen. 

Upcycling: Gefertigt werden die Stücke aus sehr hochwertigen Stoffen, die langlebig sind und immer ein angenehmes Tragegefühl vermitteln. Diese Stoffe werden jedoch nicht auf Messen geordert, sondern aus industriellen Resten ausgewählt. 

Ein zentrales Stilmittel von käufer (d) sein sind die lässigen Entwürfe, die mit ausgefallenen Details überraschen: Durch die Kombination ungewöhnlicher Materialien sowie durch das Verlegen von altbekannten Abnähern, Raffungen und Nähten entstehen ganz neue Schnitte, die aber immer tragbar und bequem sind.

Dabei hat käufer (d) sein immer Saison: Zwar zeichnet sich Mode durch Veränderung aus. Die Entwürfe von käufer (d) sein folgen jedoch keinem bestimmten Trend, sie sind besonders und bleiben damit über Jahre interessant. Sie sind vielfältig zu variieren und zu kombinieren. Mit dem Tragen eines Stückes von käufer (d) sein setzt man eigene Trends. Es sind Lieblingsstücke, von denen man sich nicht mehr trennen möchte – die wohl schönste Motivation für Nachhaltigkeit.



manu Factum 2017

Barbara Hattrup mit dem Staatspreis ausgezeichnet

Der traditionsreiche Wettbewerb, den die Landesregierung alle zwei Jahre ausschreibt, gehört mit insgesamt 60.000 Euro zu den höchst dotierten Kunstpreisen seiner Art in Deutschland. Handwerk, Design und Angewandte Kunst auf höchstem Niveau werden in einer Übersichtsschau einem breiten Publikum präsentiert. Die Landesausstellung ist die Grundlage für Auswahl und Auszeichnung herausragender Leistungen in diesen Bereichen. Handwerkliche Präzision und innovative Gestaltung sind dabei ebenso gefragt wie der experimentelle Umgang mit dem Material. Der Preis wird in den Themenbereichen Möbel, Skulpturen, Schmuck, Kleidung und Medien verliehen. 

 

Die Arbeit der Textilkünstlerin Barbara Hattrup aus der Serie „Spitzfindigkeiten“ wird im Themenbereich Skulptur mit dem Staatspreis NRW ausgezeichnet. Als Material verwendet die Künstlerin Kozo, den Rindenbast des Papiermaulbeerbaumes. Er wird gestampft, zu einem Faserbrei gegossen und als Vlies unter Ausbildung von Spitzen in die dritte Dimension gezupft. Eine alte Technik dient als Grundlage für eine neuartige, experimentelle künstlerische Ausdrucksweise.

Die variable Wandinstallation besteht aus verschiedenartig gestalteten quadratischen Faserkacheln, die frei arrangiert werden können. Ihre Leichtigkeit und Transparenz heben die Undurchdringbarkeit des Hintergrundes auf und lassen Mosaiksteine erahnen, wo nur Zwischenräume als Fugenbilder existieren – so die Intention der Künstlerin. Die Faserspitzen der Kacheln bewahren ein hohes Maß an Natürlichkeit und assoziieren amorphe organische Strukturen. Sie wirken in ihrer Zartheit und Fragilität grafisch und körperlich zugleich. Die Kacheln erzeugen eine Wandskulptur,  deren subtile wie kunstvolle Materialität sich erst beim näheren Hinsehen offenbart.